WAS ÄNDERT SICH 2016 BEI DEN GOLFREGELN ?
R&A und USGA einigen sich endgütig auf eine Regel zu langen Puttern.

Die durch R&A und USGA nach intensiver Beratung angekündigte Regeländerung zur Nutzung von langen Puttern, wird ab 1. Januar 2016 weltweit umgesetzt. Nach der geplanten neuen Regel 14-1b werden Schläge verboten, bei denen der Schläger oder eine Hand den Körper des Spielers berühren, oder bei denen ein Unterarm gegen den Körper gehalten wird, um den Schläger zu fixieren oder abzustützen.
Grund für die Änderung ist, dass nach Ansicht des R&A das freie Schwingen des Schlägers ein wesentlicher Aspekt des Schlags ist.

Vorgabenklassen

Zukünftig wird das Handicap ab der Vorgabenklasse 5 (Hcp. 26,5 und höher) nach einem schlechten vorgabenwirksamen Spielergebnis nicht mehr heraufgesetzt. Mit dem Verzicht auf rundengenaue Heraufsetzungen oberhalb eines Handicaps von 26,4 entfällt dort auch die Notwendigkeit einer Pufferzone.
Eine automatisierte Anpassung der Vorgabe im Rahmen der Vorgabenüberprüfung zwischen zwei Spielsaisons entfällt mit dem neuen Vorgabensystem.

Die Anwendung von CBA entfällt in Deutschland ab 2016 fur alle Vorgabenklassen ersatzlos.

Sollten Spielergebnisse aus dem Ausland eine Pufferzonenanpassung enthalten, so wird diese fur die Vorgabenfuhrung in Deutschland nicht berucksichtigt.

EDS Runden

Die Beschränkung von EDS-Runden auf den Platz des Heimatclubs wird ab dem Jahr 2016 aufgehoben. EDS-Runden können künftig auf den Plätzen aller DGV-Mitglieder mit gültigem Course Rating gespielt werden, also auch auswärts. Dies gilt für Spieler der Vorgabenklassen 2 bis 6 (Hcp. 4,5 bis 54). Um auch Spielern der Vorgabenklasse 6 (Hcp. 37 bis 54) das Spielen dieser vorgabenwirksamen Privatrunden zu ermöglichen, können sie sich zukünftig gegenseitig zählen.

Das erste Handicap (in der Regel EGA-Vorgabe 54) muss ab 2016 tatsächlich mit der nötigen Stableford-Nettopunktzahl erspielt werden und wird nicht mehr automatisch mit Bestehen der Platzreifeprüfung vergeben.
Mit Erreichen der Platzreife erhält der Spieler zukünftig den Eintrag „PR“ in seinem Stammblatt und auf dem DGV-Ausweis.

Die Kennzeichnung „aktiv“ auf Stammblättern entfällt.

Bisher wurden alle diejenigen Stammblätter mit diesem Status der Vorgabe gekennzeichnet, deren Vorgaben auf mindestens drei vorgabenwirksamen Ergebnissen im laufenden Jahr oder mindestens vier vorgabenwirksamen Ergebnissen im Vorjahr beruhten.
Zur Wiederzuerkennung einer für längere Dauer nicht geführten oder gesperrten Vorgabe reicht zukünftig das Ergebnis einer, statt wie bisher von drei Runden aus. Dies betrifft Spieler, deren Vorgabe länger als ein Jahr nicht geführt wurde. Gründe hierfür können ein Vereinswechsel mit längerer Pause zwischen Ende einer bisherigen und Beginn einer neuen Mitgliedschaft, eine „Passiv“-Stellung oder eine Sperre sein.

Welches sind die wesentlichsten Änderungen des neuen Vorgabensystems?

Keine rundengenaue Heraufsetzung der Vorgaben in der Vorgabenklasse 5 (Hcp. 26,5 bis 36), wie bereits heute bei den Clubvorgaben (Hcp. 37 bis 54). Als Folge ist (neben Klasse 6) für Klasse 5 keine Pufferzone notwendig.

CBA entfällt ersatzlos

Das Instrument der Vorgabenüberprufung zum Jahresende bleibt (verpflichtend) bestehen, jedoch entscheidet über die tatsächliche Umsetzung allein der Vorgabenausschuss mit dem betreffenden Spieler
EDS zukünftig auf allen Plätzen von DGV-Mitgliedern, statt ausschließlich auf Platz des Heimatclubs
Kennzeichnung „aktiv“ auf Stammblättern entfällt
Das erste Handicap (in der Regel EGA-Vorgabe 54) muss tatsächlich mit der nötigen Punktzahl erspielt werden und wird nicht mehr automatisch mit der PE vergeben
Zur Wiederzuerkennung einer Vorgabe reicht ein einzelnes Ergebnis statt bisher drei Ergebnisse aus

Quelle: Deutscher Golf Verband